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Brauerei G. A. Bruch

Vor 1702 fand man die Wurzeln der heutigen Brauerei G.A. Bruch in Wadgassen. Womit aber ausdrücklich nicht der Ort, sondern die Abtei Wadgassen gemeint ist. Genauer in der Brauereistube der Abtei, die in einem Gebäude untergebracht war, die im Gesindebereich, also dem heutigen Zeitungsmuseum sowie dem Hof, als Seitengebäude untergebracht war.

Von dort aus kam es im Jahr 1702, genauer am 11. Februar 1702 zur Gründung der Brauerei am St. Johanner Markt durch Johann Daniel Bruch. Womit die Brauerei in den folgenden Dekaden von der Säkularisierung im Zuge der französischen Revolution und der Auflösung des Klosters vollkommen verschont blieben und es "nur" die kleine Brauerei dort traf.

Einschub, der die Querverbindung zur Abtei nebst den Regestren sichert, Quelle Michael Lentes: "Nur, die Bruchs hatten einen Vorteil. Als Pröbste, also Verwalter der Abtei Wadgassen, verfügten sie schon über einiges Vermögen, waren gebildet und gehörten der städtischen Oberschicht an."

 

Bruch braut Wadgasser Klosterbräu im Gedenken an ihren Ursprung als Pröbste der Abtei Wadegotia

 

Namensherleitung

Apropos: Johann Daniel Bruch heiratete die Tochter des Schusters Nickel Kiefer, der Sie werden es schon ahnen, nicht nur Schuster, sondern auch Wirt gewesen ist, womit sich auch der Name "Zum Stiefel", der erst recht seltsam anmutet, erklärt. Nun sollten Sie zu dem nicht den Fehler machen, anzunehmen, dass diese Brauerei "Zum Stiefel" eine Brauerei modernen Ausmaßes war. Hier wurde das Bier gebraut, dass man für den eigenen Verzehr benötigte und natürlich zum Ausschank der Gäste. Also in einer Größenordnung wie es für die meisten Wirte und auch Dörfbrauereien üblich war.

11. Februar 1702; ein wahrhaft historisches Datum aus Sicht der saarländischen Brauereikultur. Denn damit ist die Brauerei G.A. Bruch unumstritten die älteste noch arbeitende saarländische Brauerei! Ad multos annos kann man da nur wünschen!

 

1704 - Der frühe Anfang, im Gegensatz z.B. zur Donnerbrauerei noch abstinent von den drei wichtigen technischen Innovation des 19. Jahrhunderts (Hefe, Zucht, Kühlung). Die Zeit wo die Braukunst mehr Kunst als Wissenschaft, noch mehr Knochenarbeit als modernes Dienstleistungsunternehmen war. Angefangen von der kräftezehrenden Herstellung der Holzfässer durch die Büttner, woher auch unsere Karnevalls-Bütt ihren Namen hat, durch das Verladen der vollen Fässer auf die Gespanne bis hin zur kühlen Lagerung der Fässer im hauseigenen Felsenkeller. Diesen Tatsachen, diesen Ursprüngen, zollt die Brauerei auch noch mit Stand 2010 Anerkennung, indem sie ihr "Landbier 1702" weiterhin braut, dass noch nach dem alten Rezept gebraut wird.

Im Jahre 1718 wurde das neue Stammhauses "Stiefel" in Saarbrücken von Johann Daniel Bruch erbaut. Selbst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also fast 200 Jahre später, lebte hier die Braukunst noch immer. Und mit Stand 2010, in seiner jetzigen Funktion als gastronomischer Betrieb, kann man noch immer sein Bruchbier dort genießen.


Im Stiefel

 

 

Eine historische wichtige Zäsur bot das Jahr 1897, dass von Thomas Bruch bei seinen Vorträgen gerne mit "DER Beschluss von 1897" bezeichnet wird. Denn in diesem Beschluss wurde die langjährige und gute Arbeit des Gustav Adolf Bruch, also dem Namenspaten der heutigen Brauerei G.A. Bruch, offiziell anerkannt und ihm zugestand, im Einklang mit Gesetz, Richtlinien und Verordnungen, dem Braugewerbe nachzugehen. Als Beschlussbevollmächtigte wurden von Thomas Bruch der Bürgermeister Dr. jur. Voss, Karcher, Alsdorf, Brill, Burgemeister, Dörner, Hoffmann, Huhn, Huppert, Knipper, Kriene, Lazard, Hertes, Dr. jur. Huth, Verger, Neufang, Reinhold und Schultheis angegeben. Rund zwei Jahre später, also 1899, erfolgte die Errichtung des Neubaus der Brauerei Bruch in der Scheidter Straße, also auch in Saabrücken. In diesem Neubau waren alle technischen Innovationen adaptiert und die Brauerei konnte dadurch einerseits eine hohe Bierqualität und einen zum anderen einen sicheren Bierbestand garantieren.

Die Jahre des Saarstatuts, der Wiederangliederung und sogar des Krieges konnten der Brauerei, Gott sei Dank, nicht viel anhaben. Als lokale Brauerei wurde das Saarbrücker Bier sogar ein Teil des Saarbrücker savoire vivre. Zu dem war man stets bemüht den Anschluss an neue Techniken zu halten. Auch als Arbeitgeber war und ist die Brauerei ein Faktor. "Neben Ausfahrer, Braumeister und Produktionshelfern beschäftigte die Brauerei Schreiner und Büttner. In der hauseigenen Schreinerei wurden Holzfässer für die Bierlagerung hergestellt oder Fässer ausgebessert und Schreinerarbeiten an der Brauerei durchgeführt. - Auch unterhielt man eigene Stallungen um so den damals mit Pferden betrieben Fuhrbetrieb zu sichern."(1)

Aber auch die Volksfesttradtion des Saarlandes wurde durch Bruch bereichert. Das jährlich im August stattfindende Brauereifest, welches im Jahre 1976 vom damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt eröffnet wurde, ist seit dem eine feste Instanz.

2008, also dem Jahr in dem die Brauerei G.A. Bruch ihre 306 Jahre Feier hatte, wurde das Bruch Weizenbier der Öffentlichkeit zur Verkostung vorgestellt. Es ist seit dem erhältlich in den Flaschen 0,5 ltr. und als 0,33 ltr. Stubbi.

 

Geschichte der Brauerei in Kurzfassung

1702 Gründung
1725 Brauerei zum Stiefel Johann Daniel Bruch
1780 Brauerei zum Stiefel Johann Daniel Bruch der Jüngere
1839 Brauerei zum Stiefel Heinrich Karl Daniel Bruch
1863 Brauerei zum Stiefel Jakob Balthasar Bruch
1898 Brauerei zum Stiefel Gustav Samuel Daniel Bruch
1906 Brauerei Gustav Adolf Bruch
1960 Bierbrauerei G.A.Bruch

Stand 2010 Thomas Bruch (ein echter Heimatforscher übrigens!)

 

Neue Corporate Identity ab 2008

"Das Unternehmen wird inzwischen in der achten Generation geleitet und strebte 2008 einen Markenrelaunch an. Nach einer ausführlichen Analyse der bisherigen Markenidentität wurde diese verjüngt und den veränderten Zielen angepasst. Des Weiteren erhielt die Brauerei eine moderne Version ihres Firmenlogos, das sowohl auf der neu gestalteten Homepage als auch auf einer neuen Biersorte Platz findet."

http://jenny-ruhland.de/img/plakat-bruch-lb.jpg

 

Biere der Brauerei G.A. Bruch

- Bruch No.1 - Pils
- Bruch Zwickel - ein naturtrübes Kellerbier
- Bruch Weizen - naturtrübes Weißbier
- SaarGold - ein Helles
- Landbier 1702 - ein dunkeles Vollbier / Dunkelbier
- Festbock - ein kräftiges Starkbier (nur in der Winterzeit)
- Saar Radler - ein Radler, (auch alkoholfrei)
- Bronx - ein Biermischgetränk mit Cola

Diese Biere sind neben zahlreichen Gaststätten und auf Volksfesten vor allem in und um Saarbrücken auch in den meisten Getränkemärkten im ganzen Saarland erhältlich. Ein Vertrieb über diese heimische Region findet nicht statt.

 

 

Links

Bierdeckelsammler.net: http://www.bierdeckelsammler.net/de/brewery/335

Offizielle Website der Brauerei: http://www.brauerei-bruch.de

 

(1) vgl.http://www.brauerei-bruch.de/bruchbrauerei/?p=613

 

 

 

   
     
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    Text "Hinweis": Dr. Andreas Neumann [incl. 01.10.2009]
     
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